CO2-Zertifikate
Schweiz kaut Zertifikate im Ausland
Weil die Schweiz ihr CO2-Reduktionsziel bis 2012 nicht erreichen würde, hat sie für eine Viertelmilliarde Franken CO2-Zertifikate im Ausland gekauft. Die Vereinbarung hält fest, den CO2-Ausstoss in der Periode von 2008 bis 2012 gegenüber dem Niveau von 1990 um 10 Prozent zu senken. Das entspricht 20 Millionen Tonnen des Gases. Den kleineren Teil davon will die Schweiz durch Lenkungsmassnahmen wie die CO2-Abgabe auf Heizöl schaffen. Der grössere Reduktionsanteil wird im Ausland eingekauft.
Höhere Kosten als angenommen
Käuferin der CER - ein Zertifikat entspricht einer Tonne CO2 - ist die Stiftung Klimarappen. 250 Millionen Franken kosteten die 11,5 Millionen CER. Weitere 470 Millionen Franken gibt die Stiftung für die Reduktion von 2,7 Millionen Tonnen CO2 im Inland aus. Die Mittel kommen aus einer Treibstoff-Steuer von 1,5 Rappen pro importiertem Liter Benzin und Dieselöl. Am Ende zahlt dies der Konsument. Rund 100 Millionen Franken fliessen so dem Klimarappen pro Jahr zu, der von der Erdöl-Lobby anstatt einer steuerquotenneutralen CO2-Abgabe durchgesetzt worden war.
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